Liedbegleitung zu lernen sei wichtig, sagte mir die Klavierlehrerin vor knapp einem Jahr. Gewesen bin ich bei ihr seitdem zwar kaum noch – die Zeit, das liebe Geld. Aber ihre Worte von damals, die nahm ich mir zu Herzen: Begleitung und Harmonisierung von Liedern meiner Wahl, das hab ich in den letzten Monaten intensiv geübt. Sprich: Ich habe meine schmalen Studien-Kenntnisse des Arrangierens wieder hervorgekramt und mit neuem Halbwissen gediegen vertieft.

„Autumn Leaves“, „Summertime“, „La Paloma“ und „Hijo De La Luna“ heißen unter anderem die Lieder, für die in diesem Lernprozess bei mir Klavierarrangements entstanden sind. Wenn man weiß, worum es geht, ist das eigentlich nicht unbedingt schwer. Was aber hinzukommt, wenn man sich erst einmal damit beschäftigt hat: Ein erhebendes Gefühl, bei der Wahl der Melodien nicht mehr auf andere angewiesen zu sein, sondern einfach selbst zur Feder greifen zu können, um aus den dünnen Vorlagen eigene Stücke zu formen.

Im März 2014 ist ein weiteres Stück mit dem Namen „Bernd Reiher“ in der Arrangeurs-Zeile hinzu gekommen. Wieder für einen Titel, den ich eigentlich schon zu Posaunenzeiten gerne im Repertoire gehabt hätte – den umzusetzen es mir damals als Zugführer aber noch am nötigen Handwerkszeug fehlte: „Somebody Loves Me“ von George Gershwin.

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