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Logbuch-Eintrag 10. April 2013: Reiher, Carreras, Habanera, 30

Arthur Carreras scheint einstmals ein berühmter Mann gewesen zu sein – immerhin hat er seine Stücke solchen Leuten wie Paul Rouanet oder dem Baron de Montour gewidmet. Und heute? Arthur Carreras kennt kein Schwein – zumindest keines von denen, die ich kenne. Selbst in der Petrucci-Musikbibliothek imslp.org heißt es zu diesem Kollegen nur: „We need more information on Arthur Carreras“.

Dabei hat uns der vermutliche Spanier einige Musik da gelassen, die schon vom Namen her gar nicht so uninteressant klingt. Ein Stück wäre zum Beispiel die „La Bicyclette“, die allein wegen des Themas ein nächster Anwärter für die Repertoireliste ist.

Ein weiteres Carreras-Stück heißt „La Cubanita“. Dahinter verbirgt sich eine Habanera – also jene Musikform, die in der Wikipedia als „synkopischer Tanz afrokubanischer Herkunft“ umschrieben wird. Der Notentext trägt das Veröffentlichungsdatum 1890. Dieses Jahr wiederum riecht nach dem Umstand, dass dieses Klangwerk mittlerweile dem Genre der gemeinfreien Musik zuzuordnen ist. Also: einstudieren, Video feilen und ab mit dem neuen Klavier-Demo ins Netz.

Übrigens: Wenn die Rechnung stimmt, dürfte in diesen Wochen das 30-jährige Bühnenjubiläum des Musikanten Bernd Reiher im Kalender stehen. Irgendwann im April oder Mai des Jahres 1983 muss es gewesen sein, dass der heute Klavier spielende Ex-Zugführer sich auf der Bühne des mittlerweile verschwundenen Alten Gasthofes Großpösna mit einer Posaune sein erstes Triumpfgemüse erschwitzte.

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