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Logbucheintrag, 30. Dezember 2012: Posaunist a.D. Bernd Reiher hat mit seiner Klaviermusik eine Demo-CD fabriziert und steht jetzt vor der Frage: Für wen?

Im Oktober kam mit „Cinema Paradiso“ das zunächst letzte neue Stück Filmmusik dazu – 45 Minuten Repertoire sind für´s Erste genug – seitdem stehen für „Musica Obscura“ vor allem Durchlaufproben auf dem Plan. Heißt: Nachdem die einzelnen Stücke technisch und auswendig gut von der Hand gehen, wird jetzt vor allem am reibungslosen Ablauf der gesamten Musikfolge gefeilt.

Täglich mindestens drei Komplettdurchgänge, so die Zielstellung. Training des „Auf den Punkt“-Spielens – selbst wenn dafür die Nachtstunden nach der Spülerei genutzt werden müssen oder morgens vor der Haushälterei der Wecker eher zu klingeln hat.

"River Flows "Eternally", Nuv

„River Flows In You“, „Eternally“, „Nuvole Bianche“: Die erste Version einer Demo-CD liegt auf dem Tisch. Nächste Frage: Für wen? Foto: Bernd Reiher

Acht Wochen dieses Üb-Schemas haben bis kurz vor Weihnachten zu einem spürbaren Fortschritt geführt – das komplette Paket ist jetzt quasi auf Knopfdruck abrufbar. Weil bei diesem Probenmarathon stets aber auch die Bandmaschine mitlief, hat sich auf deren Speicherkarte manche Sequenz eingemeißelt, die durchaus schon in die Rubrik „vorzeigbar“ einzustufen ist. Alle zusammen wanderten in einen Ordner – er wurde zum Grundgerüst für eine Demo-CD.

Dieses Material wurde über die Feierage gesichtet und die Prachtstücke bearbeitet, beschnitten und gemastert. Das Ergebnis: Zwei Versionen einer musikalischen Visitenkarte. Einmal als sendefertiges Digitalpaket mit getagten 320-k/bit-MP3s und PDF-Künstlerinfo. Und zum anderen als Audio-CD im ökologisch vertretbareren Papp-Cover.

Mit beiden Tonträgern liegen jetzt die Fahrscheine für die nächste Etappe des Wiedereintritts in die Musikantenlaufbahn auf dem Tisch. Zielgebiet diesmal: Kontaktknüpferei. Allerdings tauchen damit neue Fragen auf.

Zum Beispiel: Für wen will ich eigentlich spielen? Hochzeiten fallen genauso aus, wie Beerdigungen, Kindergeburtstage, Autohaus-Auftritte oder sonstige Firmenevents ganz bestimmt nicht wieder in die Muggen-Tüte kommen. Wenn ich am Ende also sowieso nur in Kneipen, Restaurants, Hotels und Kinos spielen will – wie komme ich mit meinen Demos dort an die richtigen Leute?

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