Musiksalon mit unbekannt: Notenspur-Nacht der Hausmusik

Schlagwörter

, ,

Am 25. November war wieder Notenspur-Nacht der Hausmusik. Für mich die zweite überhaupt – und die zweite am Klavier. Mein Einsatzort war diesmal Stötteritz.

Das Leipziger Hausmusikfest hat immer etwas von einer Wundertüte. Die Gastgeber geben ihre gute Stube – wissen aber nur halbwegs welche Musiker oder Zuhörer zu ihnen kommen. Der Musiker wiederum bringt seine Musik, hat aber keine Ahnung, welche Gesellschaft ihn erwartet. Diese hat andererseits keinen Schimmer, welche Musik der Künstler für diesen Abend auf dem Kasten hat.

Kurz vor 19.00 Uhr sind dann alle ein wenig hippelig, ob das wirklich klappt was man da per Mail oder Telefon zusammengebastelt hat. Ab 20.30 Uhr sitzen alle mit Bierchen und Weinchen zusammen und quatschen. Ob sie über einen gelungenen Abend reden hängt wiederum damit zusammen, was der Musiker aus der Zeit zwischen 19.00 und 20.30 Uhr gemacht hat.

Manche trällern dabei Arien, andere machen eine Session. Bei mir wird auch schon zwischen der Musik viel geredet – weil hinter jedem Stück steckt auch eine Geschichte, die erzählt werden will. Ganz nebenbei schmilzt dabei auch die Kluft zwischen Künstler und Publikum allmählich vor sich hin. Nicht mehr der eine auf dem Podium und die anderen brav im Sessel, sondern alle auf Augenhöhe. Musik nicht als Kult sondern als Kitt zwischen unbekannten Menschen.

Die gemeinsame Runde danach, von ihr habe ich diesmal nicht viel erlebt, weil ich am Abend vorher lernen durfte, was eine Muskelzerrung ist. Aber dieser Anarcho-Charakter der Notenspur-Nacht der Hausmusik – er hatte auch so an diesem 25. November wieder seinen Reiz. Wenn der Ruf kommt – ich bin auch nächstes Jahr wieder mit dabei.

Advertisements

Tastentage Grünau: Abschluss im Kolonnadengarten

Schlagwörter

, , ,

Tastentageabschluss im herrlichen Kolonnadengarten: sieben Klavierspielende von 6 bis 80 und der Bernd hat zwischendurch auch noch gespielt und erzählt. Ein wunderbarer Musiknachmittag ohne Barriere zwischen Künstler und Publikum. Lena sollte auch mitmachen, wollte aber nicht – sie hat lieber gemalt. Tastentage – zehn Klaviere für jedermann im öffentlichen Raum: eine tolle Idee. Ein dickes Danke für die Organisatoren, ein zweites für alle, die im Kolonnadengarten am Zimmermann-Klavier mitgemacht haben, und ein drittes für die guten Gespräche über Gott, Kant und Quantenphysik am Rand. Bild: Lena

Fête de la musique: Mann am Klavier, Sachsenbrücke

Schlagwörter

, , , ,

Der Termin steht: Am Mittwoch, 21. Juni, kommt ein Klavier auf die Sachsenbrücke gerollt. Ab 19.00 Uhr soll es dort für eine Sunde zum Musizieren bereit stehen. Der Mann am Klavier ist gebucht.

Am 21. Juni ist wieder Fête de la musique. Auch der Mann am Klavier ist wieder dabei. Ab 19.00 Uhr auf der Sachsenbrücke.

Auch Paula, meine Klavierzufallsbekanntschaft von der Notenspur-Nacht der Hausmusik, wird mit dabei sein. Aber das Ganze ist auch als offene Bühne gedacht – jede/jeder die/der will, kann vorbeikommen und sich in die Riege der Spielenden mit einreihen.

Ja, und wer stellt eigentlich das Klavier auf die Sachsenbrücke? Im September wird es im Leipziger Westen das Projekt „Tastentage“ geben. Zehn öffentliche Klaviere an unterschiedlichen Orten für Jedermann zur Nutzung – das ist die Idee. Wir werden mit dieser Aktion und unseren Klängen auf der Sachsenbrücke auch ein wenig Werbung dieses Projekt „Tastentage“ machen. Am 21. Juni, ab 19.00 Uhr.

Fête de la musique: Sachsenbrücke, Mann am Klavier

Schlagwörter

, ,

Gute Nachrichten: Erst sah es so aus, als ob die Fête de la musique in diesem Jahr ohne mich zurechtkommen wird. Jetzt ist zwar das Programm schon im Andruck, aber für den Mann am Klavier hat sich doch noch eine Mitspielmöglicheit gefunden. Handfeste Angaben habe ich noch keine.

So wie es aber aussieht kommt am 21. Juni gegen 18.30 Uhr ein Klavier auf die Sachsenbrücke gefahren. An dem wird vorher der Schraubenyeti in der Innenstadt gewerkelt haben – die Bespielung des Klangmöbels im Clarapark hoch oben über dem Elsterflutbett würde ich dann übernehmen. Noch ist das Ganze im Werden. Wie es genau ausgehen wird, das weiß bislang nur der Wassergott. Aber allein die Idee, sie klingt schon verlockend.