Klavier-Logbuch #48: Tugendwächter

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Wie man ein vergessenes Kino zurück ins Kulturleben katapultiert? Indem man macht, wofür es gebaut ist: Veranstaltungen. So geschehen auch beim Neustart des UT Connewitz vor rund 15 Jahren. Allerdings geschah von der Bar über die Techniker und Vorführer bis hin zum Einlass alles im Ehrenamt.

Einer, auf den ich dabei immer zählen konnte, war Klaus Thieme. Sein Traumziel wäre die HGB gewesen. „Entartet“ ist ein Stück aus seinem Kellerfundus. „Tugendwächter“ war seine E-Mailadresse. Dieses Postfach allerdings wird schon lang nicht mehr geleert, weil der Klaus seit 2007 auf dem Connewitzer Friedhof einen Grabstein hat.

Dessen Inschrift wird im Jahr 2017 zehn Jahre alt. Eine gute Zeit, noch einmal an den alten Recken Klaus Thieme zu erinnern. Mein bestes Mittel war ein Stück Musik.

Notenspur-Nacht der Hausmusik 2016

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Was für ein wunderbarer Abend, diese Notenspur-Nacht der Hausmusik am 19. November 2016. Danke an Anne und Robert. Danke an den Notenspur e.V. für die Idee und die Umsetzung – speziell an Frau Ritter. Gäste, Gastgeber, Musikant – die meisten kannten sich vorher nicht. Eine Kluft zwischen Künstler und Publikum? Es gab sie nicht, wir haben miteinander geredet. In 18 Muggen-Jahren mit der Posaune habe ich eine solche Konzertsituation noch nicht erlebt, wie an diesem Sonnabend mit dem Klavier. Es war ein musikalischer Salon, bei dem irgendwann auch der Nachwuchs am Klavier saß, und für mich eine Freude, dabei gewesen zu sein.

Klavier-Logbuch #47: Eva

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In den Connewitzer Cammerspielen gab es in diesem Jahr den wunderbaren Einstünder „Blondie oder die sexuellen Neurosen der Eva Braun“. Ursprünglich als Musikant an dieser Produktion beteiligt war Charlie Paschen von „Coogans Bluff“. In der zweiten Aufführungsphase Ende September hatte er aber eigene Tourtermine. Also durfte ich einspringen. Einzige Vorlage für mich für die Klavier-Impro in diesem Stück war ein Videomitschnitt. Charlie hatte die Bluesformel gewählt. Ich habe die Idee übernommen und daraus eine eigene „Eva“ geformt.

Cammerspiele und Notenspur-Nacht der Hausmusik

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Teiloptimaler Ausklang der ersten Oktoberwoche: Erst kam die Mitteilung, dass die letzten Vorstellungen von „Blondi oder die sexuellen Neurosen der Eva Braun“ wegen Krankheit ausfallen müssen. Sie waren für Donnerstag, Freitag und Sonnabend angesetzt. @Vicci: Gute Besserung!

Musikstadt Leipzig? Notenspur-Nacht der Hausmusik.

Musikstadt Leipzig? Notenspur-Nacht der Hausmusik! Für den Mann am Klavier sind neue Gastgeber gesucht – bitte bei Notenspur klingeln. Foto: Bernd Reiher

Dann reifte die Einsicht, dass wenn der geplante Gastgeber sich nach wiederholtem Aufruf nicht zurückmeldet, es wohl besser wäre, für die Notenspur-Nacht der Hausmusik nach einem anderen zu suchen. Also heißt es erneut: Wer Interesse hätte, mit der heimischen Stube bei der Notenspur-Nacht der Hausmusik mitzumischen, dort ein Klavier zu stehen hat und dann noch Lust hätte mit anderen aus diesem Klangmöbel Musik von Ludovico Einaudi und Yann Tiersen zu hören, ist herzlich eingeladen sich als Gastgeber/in zu melden. Entweder beim Notenspur e.V. oder beim mannamklavier at gmx.de.

Auf der Seite zum Hausmusikfest gibt es eine Rubrik „Wir machen mit, weil …“. Mein Beitrag dazu lautete: „Ich mache mit, weil die Notenspur-Nacht der Hausmusik eine wunderbare Gelegenheit ist um zu zeigen, dass die Musikstadt Leipzig tatsächlich lebt und nicht nur aus Gewandhaus, Oper und Thomaskirche besteht.“ Die Notenspurhausmusiknacht – aus meiner Sicht eine faszinierende Idee um wildfremde Menschen zusammenzubringen, allein mit der Kraft der Musik. Nur fehlt es jetzt noch an einer neuen Gastklaviatur für den Mann am Klavier. Gung würde an dieser Stelle Konfuzius zitieren: Nur Mut!